Karl Wlazik
Wie der Vater, so der Sohn: Wenn man Philipp nach seinem großen Vorbild im Motorsport fragt, dann ist die Antwort schnell gefunden – Vater Karl. Der 54-Jährige zählt mit seinen zahlreichen Erfolgen im GT Sport zu den bekanntesten Rennfahrern in Deutschland.
Seine ersten Schritte im Motorsport macht Karl Wlazik in den frühen 80er Jahren. Ohne einen Pfennig in der Tasche baut er alte Autos vom Schrottplatz für die Rennstrecke auf. 1981 nimmt er mit einem Ford Escort an seinem ersten Lauf zur „Vedol Langstreckenmeisterschaft“ teil. Es folgen weitere Renneinsätze im Porsche 944 Turbo Cup, dem VW Polocup und dem Lancia Cup auf zahlreichen Rennstrecken in ganz Europa.
Mit der Zeit macht sich Karl Wlazik auch weltweit einen Namen. Mit seinem Team von Heico Motorsport siegt er 1994 bei den 24 Stunden von Daytona bevor er nur wenige Monate später auch beim 500-Kilometer-Rennen von Zhuhai in der GT-Klasse siegreich ist. Ein Podiumserfolg beim berühmten 24-Stunden-Rennen von Le Mans zählt ebenso zu seiner Karriere, wie ein fünfter Platz bei den 24 Stunden von Spa-Francorchamps.
Doch seine wahre Heimat ist und bleibt die Nürburgring-Nordschleife. Auf der wohl anspruchsvollsten Rennstrecke der Welt, sammelt er in fast 30 Jahren unzählige Podiumserfolge und Siege. Seinen größten Erfolg feiert er 1994, als er zusammen mit Fred Rosterg und Frank Katthöfer das berühmte 24-Stunden-Rennen in der „Grünen Hölle“ für sich entscheiden kann.
Heute richtet er sein Augenmerk – neben sporadischen Renneinsätzen – vor allem auf die Karriere seines Sohnes Philipp. Seit seinen ersten Rennen im Kartsport betreut er den Junior auf seinem Weg im Motorsport. Ein Rennen haben die Beiden auch schon zusammen bestritten. Beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring 2006 pilotierte das schnelle Vater-Sohn-Gespann einen BMW 325i – Mit Erfolg: Den Beiden gelang in ihrer Klasse ein bemerkenswerter vierter Platz.

